Vom 27.08.  bis 06.09.2019 zum Teutoburger Wald


www.campingpark-extertal.de/


Wie immer hatten wir auch diese Reise sorgfältig geplant. Es sollte am Sonntag den 25.08. losgehen und am So 08.09. zurück, weil es immer easy ist zu verkehrsarmen Zeiten unterwegs zu sein. Wie Ihr im weiteren lesen könnt, wurde diese Planung gründlich ad absurdum geführt.

Der Teutoburger Wald war ein Ziel, auf das sich Berti besonders freute. Schließlich kannte er die Gegend gut und hatte so die Gelegenheit Gisela viel Interessantes zu zeigen.

Ebenso sorgfältig hatten wir einen Campingplatz ausgewählt, der über behindertengerechte Sanitäreinrichtungen verfügt.



Aber hier erlebten wir einen grandiosen Reinfall.





Di 27.08.2019

Die vorgeschriebene Pflegeberatung stand an, und die Beraterin konnte uns nur einen Termin an diesem Dienstag um 12:30Uhr zusagen. Also keine stressfreie Anreise am Sonntag. Es dauerte dann auch recht lange und so mussten wir uns doch in des Rushhour durch den Verkehr quälen.

Als wir gegen 19:00Uhr dann endlich auf dem Campingplatz Teutoburgerwald in Barntrup eintrafen, mussten wir mit Hilfe freundlicher Helfer erst mal auf die Schnelle das Vorzelt aufbauen.

Danach schauen wir uns die Sanitäreinrichtung für Gisela an und bekamen einen Schock.






Weder die Toilette noch die Dusche waren mit dem Rollstuhl erreichbar, von den notwendigen Haltegriffen für Behinderte gar nicht zu reden. Nun war guter Rat teuer.



Mi 28.08.

Berti durchsuchte alle verfügbaren Campingführer und fand auch einen Platz ganz in der Nähe der als "Behindertengerecht" beschrieben wurde. Aber darauf wollte er sich nicht mehr verlassen, also nichts wie hin.

Und es war ein Volltreffer.









Ein wirklich mustergültiges Behindertenbad.
Also wollten wir am nächsten Morgen dahin umziehen.


Do 29.08.

Ein Unglück kommt selten allein, so sagt man. Also regnete es am nächsten Morgen Bindfäden und wir mussten eine Regenpause abwarten um halbwegs trocken das Vorzelt abbauen zu können.

Auf dem Campingplatz Extertal angekommen war dann alles Anders. Die Sonne schien und es war wirklich ein schöner Stellplatz am Waldrand mit eigener Wasserversorgung. Alles sogar 2 EUR preiswerter.






Wir hatten uns vorher auch einen hochwertigen Zeltteppich gekauft, der uns viel Freude machte weil er kaum verschmutzte und sich auch leicht reinigen ließ.


Fr 30.08.

Nach all dem Stress der vergangenen Tage stand nun erst mal ein Tag der Erholung an. Schließlich hatten wir schon wieder 2 Urlaubstage verloren.


Sa31.08


Es stand ein Besuch in der Rattenfängerstadt Hameln an der Weser an, bekannt für ihre schönen Fachwerkhäuser.
 Leider konnte von einem ruhigem Bummel durch die Stadt keine Rede sein denn just an diesem Tag fand in der Innenstadt das "Pflasterfest" statt, also viele Stände und Fressbuden nebst Bühnen für lautstarke Musik.















So 01.09.

Wieder war ein Ruhetag fällig.





Mo 02.09.

Dann stand die Erkundung des Teuteburger Walds an.

Natürlich besuchten wir auch die beiden Highligts ...

... die Externsteine






... und das Hermannsdenkmal, die herrliche Aussicht von der oberen Plattform konnten wir dabei nicht geniessen, wie so oft musste Gisela darauf verzichten.





Die 03.09.

Wieder ein Ruhetag, zum Einkaufen genutzt. Kein Problem da auch das Wetter nicht zu Unternehmungen einlud.


Mi 04.09.

Das Westfälische Freiluftmuseum Detmold stand auf dem Programm.
Der herrliche Sonnenschein lockte.










Da sollte es auch Kaffe und Kuchen sein.




Ein Abstecher nach Augustdorf, wo Bertis altes Panzerbataillon heute stationiert ist, war enttäuschend.
Wo früher ständiger Übungsbetrieb zu sehen und zu hören war, herrscht nun Stille.
Die Bundewehr ist halt quasi aufgelöst, die Reste sind im Auslandseinsatz.



Do 05.09.

Noch ein schöner Tag mit Sonnenschein und einem lauen Abend.
Da wurde der neue Grill wieder angeworfen.



Aber die Wetter-App verhieß nichts gutes für das Wochenende. Samstag und Sonntag Regen, das brachte uns zu dem Entschluss ein Desaster beim Abbau zu vermeiden. Also Rückreise schon am Freitag.



Fr 06.09.

An einem Freitagnachmittag über die vielbefahrene A44, auf der B1 durch Dortmund und dann auch noch über die Ruhrgebietsautobahn A40, das macht keinen Spass. Aber wir kamen dafür trocken zu Hause an.





Mal wieder haben wir all die Kontakte, die auf einem Campingplatz wie von selbst entstehen, sehr genossen. Diese familiäre Atmosphäre gibt es in einem Hotel nicht, und wir möchten sie nicht vermissen.

Die Abrechnung kann sich sehen lassen.
Wir fuhren insgesamt 865km und gaben dafür für´s Tanken 83€ aus, rechnet man dazu die 187€ für den Campingplatz kosteten uns diese 11 Tage 250€.
Das kann sich sehen lassen.