Vom 23.08. bis zum 13.09 
zum Campingplatz Kapfelberg bei Deggendorf/Bayerischer Wald 



Unser bisher schönster Campingurlaub auf diesem außergewöhnlichen Campingplatz. Ein Bauernhof der auch für Camper eingerichtet ist. Auf einer Anhöhe gelegen und damit mit einem beeindruckenden Blick auf die niederbayerische Ebene. Ganz fern am Horizont sind bei gutem Wetter sogar die Berge der Alpen zu sehen.  Um allen Campern diese Sicht zu ermöglichen sind am Hang 3 übereinander liegende Trassen angelegt.  Kein Schnickschnack, keine Schranken, aber ein neues Sanitärgebäude.

Lediglich die extreme Mülltrennung muss erst mal beherrscht werden.

Der alte Bauer kümmert sich rührend um seine Gäste obwohl er auch noch seinen Hof bewirtschaften muss. Also verlängerten wir die geplanten 2 Wochen um eine weitere Woche.

Die damit verbundene Hoffnung, dass die Bauarbeiten zu Hause weiter fortgeschritten waren und wir somit endlich mal die Wohnung wieder herrichten können, erfüllte sich nicht.

Was uns sehr erstaunte war, dass im FC Bayern Land auch der Niederrhein einen Fan gefunden hatte.









So 23.08.

 

Start pünktlich um 08:00 Uhr. Die Autobahn leer, es ging zügig voran. 100km/h ausprobiert und der Gisbert lief prima. Toll, das neue Fahrgestell.

Dann erwischte uns kurz vor Würzburg doch ein ausgedehnter Stau in dem wir mehr als eine halbe Stunde verloren. Also kamen wir erst nach 16:00 Uhr auf dem Campingplatz an.

Panik kam dann auf als keine SatVerbindung hergestellt werden konnte. Denn um 21:00 Uhr sollte ja das Championsleag Finale übertragen werden. Aber das WLAN funktionierte einwandfrei, also konnte Berti das Spiel auf dem Tablet schauen. Der Aufbau kam so nicht  zum Ende.

 



Mo 24.08.

 

Erst jetzt nahmen wir wahr wie schön dieser einfache CP gelegen ist.

Der Aufbau ging nun zügig voran.

Faszinierend die Herde aus Limousin-Rindern.

Die Sat-Verbindung kam erst nach viel Fummelei zu Stande. Der LNB war in einer falschen Position. Gegen Abend erkundeten wir noch die Einkaufsmöglichkeiten in den nahe gelegenen Dörfern, fanden da einen guten Rewe Markt der auch geschnittene Regensburger Brühwurst anbot. Der Wurstsalat, daraus gemacht, schmeckte dann aber doch nicht so gut. Neugierig machte uns ein Hinweisschild auf eine Imkerei auf dem Hof nebenan. Also gleich mal ein Glas Blütenhonig gekauft und probiert. Whooooow



Die 25.08.

 

Ein Bummeltag sollte es werden, noch  war ja noch viel Sonnenschein angekündigt. Also zum Einkaufen nach Deggendorf zum Real. Der wurde gerade leerverkauft da er geschlossen wird. Die Suche nach einer gut zu erreichenden Bäckerei und einer Metzgerei blieb ohne Ergebnis.

 



Mi 26.08.

 

Eigentlich wollten wir auf Tour gehen an diesem Tag. Aber es waren Stürme in ganz Deutschland angekündigt, da trauten wir uns doch nicht den WoWa allein zu lassen. Es wurden noch zusätzliche Abspannungen am Vorzelt angebracht. Und dann wurde es doch nicht so schlimm  wie erwartet.



Do 27.08.

 

Das Wetter war gut, also auf zur großen Tour durch den Bayerischen Wald und Tschechien. Hinter Deggendorf ging es zuerst einmal beständig bergauf. Der elende Aufstieg den Berti einst zusammen mit seinen Kindern per Fahrrad bewältigen musste.

Den ersten Halt machten wir in Bodenmais. Leider verhinderten die schmalen Gehwege und das holprigen Pflaster einen ausgiebigen Bummel durch die Stadt.  

Nun ging es hinauf in die Arber-Region, auf sehr gut ausgebauten Straßen. Dort fanden wir ein Wintersportparadies, das aber auch im Sommer von Touristen gestürmt wird.

 Nun ging es hinunter nach Bayrisch Eisenstein, der Ort der einst durch Barrikade gegen Osten abgeriegelt war. Das neu gebaute Eisenbahnmuseum bot genau das, was Gisela brauchte: eine Behindertentoilette.

Dann ging es über die Grenze nach Tschechien hinein. Gleich hinter dem nicht vorhandenen Schlagbaum die Einkaufsmärkte, so wie wir es schon gehört hatten.

Aber wir wollten ja die tschechische Küche erkunde. In der nächsten kleinen Stadt fanden wir dann ein gediegen aussehendes Restaurant mit einer schönen Terrasse. Ein Fehlgriff, wie wir erfahren mussten. Es schmeckte überhaupt nicht!

Pucky war erstaunlich brav und störte uns nicht beim Essen.

So fuhren wir am Rand des Arber-Massivs über enge Landstraßen durch Tschechien bis wir bei Furt im Wald wieder nach Deutschland zurückkehrten.

Über Bad Kötzing und Viechtach kehrten wir zum Campingplatz zurück. Es war eine interessante Tour die einen guten Eindruck vom Bayerischen Wald und Tschechien vermittelte.



Fr 28.08.

 

Wieder ein Bummeltag an dem wir gerne die strahlende Sonne nutzten. Bis gegen Abend der Himmel dunkel wurde und heftiger Regen einsetzte. Die angekündigte Schlechtwetterperiode war da.



Sa 29.08.

 

Am Morgen als erstes die Wetterapp studiert. Da war Regen bis Dienstag angekündigt, danach sollte der Sommer zurückkehren. Also kein Problem, in Wohnwagen und Vorzelt lässt es sich gut aushalten. Und es wird sich wohl lohnen noch eine Woche länger zu bleiben.



So 30.08.

 

Immer mehr Regen und ab und zu Windböen. Kein Tag der zu Ausflügen einlädt. Aber es musste ja auch mal die Wäsche gewaschen werden. Ergo genug zu tun, keine Langeweile. Probleme bereiten immer mehr die Dachhauben, die immer brüchige werden. Also kurzentschlossen bei Obelink Neue bestellt. Es ist ja Zeit genug sie gleich auf dem Campingplatz einzubauen.


Mo 31.08.

Das Wetter blieb schlecht, also ein Bummeltag im Wohnwagen.



Di 01.09.

 

Weiter wie am Montag. Wir hatten uns ein Dosenfertiggericht von Erasco gekauft, das uns nun gut schmecken sollte. Aber es widerlegte den Werbespruch "Das Gute daran ist das Gute darin" sehr deutlich.



Mi 02.09.

 

Die nächste Erkundungstour stand an, es schien mal wieder die Sonne. Es ging entlang der Donau Richtung Passau, schön sie mal direkt zu sehen.

Passau war dann ein Desaster. In der engen Altstadt war kein behindertengerechten Parkplatz zu finden. Und das alte, sehr bucklige Kopfsteinpflaster war für den Rollstuhl kaum zu bewältigen. Ein Versuch musste deshalb schnell abgebrochen werden.

 Wenigstens den Inn, der in Passau in die Donau mündet, konnten wir mal kurz sehen.

 Also fuhren wir weiter nach Vilshofen und dann ein Stück weit durch das Tal der Vils. Auf der Streck lag ein Kaufland, ergo bot es sich an dort einzukaufen. Was wir nicht fanden war ein Gasthof in den wir einkehren konnte. So kehrten wir recht hungrig auf den Campingplatz zurück.



Do 03.09.

 

Die bestellten Dachhauben trafen ein. Wobei nur eine der benötigten zwei Hauben lieferbar war.  Also gleich ans Werk, Alte raus und die Neuen eingebaut. Viel Fummelei aber dann war es geschafft, plötzlich wurde es richtig hell im Wohnwagen.

Dass es wirklich dringend war mit der Erneuerung der Luken konnte man an den Ausgebauten leicht erkennen.

 



Fr 04.09.

 

Nun wurde es Zeit auch einmal Deggendorf zu erkunden. So wie alle Städte in Niederbayern findet man auch in Deggendorf einen zentralen Platz in der Ortsmitte der breit und lang gestreckt von der Stadtbücherei und dem alten Ratshaus begrenzt wird. Sehr überrascht hat uns wie schön und zweckmäßig der hier ausgebaut ist. Vor allem hat man dort auf das alte bucklige Kopfsteinpflaster verzichtet, das mit dem Rollstuhl nur schwer zu bewältigen ist und für Gisela immer zur Qual wird. Auch das Parkproblem ist toll gelöst. In der Platzmitte wurden zwei Tiefgaragen gebaut, so dass es kein Problem ist einen Parkplatz zu finden. Uns hat das alles sehr gut gefallen, nur in einer der beiden Eisdielen war kein freier Platz zu finden.

Und es gab auch noch eine schöne Überraschung für uns. Berti hat noch mal im Internet recherchiert ob denn noch irgendwo in der Nähe die noch fehlende Dachhaube zu bekommen ist. Und, welch grandioser Zufall, bei Fritz Berger in Deggendorf sollte noch eine verfügbar sein. Und tatsächlich, genau eine war noch vorhanden und die haben wir dann gleich gekauft.

Am Abend besuchte uns der alte Bauer der den Campingplatz betreibt. Ein sehr angenehmer Plausch. Der machte uns auch darauf aufmerksam dass am Horizont tatsächlich der Alpenkamm zu sehen ist. Unglaublich wenn man die Entfernung zwischen Bayrischen Wald und den Alpen bedenkt.


Sa 05.09.

Herrlicher Sonnenschein. Noch kurz die letzte Dachhaube einbauen, und dann die Sonne genießen.


So 06.09.

 

Der Einbau der Dachhaben dauerte noch an.



Mo 07.09.

 

Da uns gestern  Abend ein heftiger D………… erwischte musste der geplante Ausflug verschoben werden. So blieb viel Zeit um dem Wohnwagen etwas Pflege zukommen zu lassen.

 


Di 08.09.


Heute wollten wir nachholen was wir beim ersten Trip nach Bayerisch Eisenstein verpasst haben: Shoppingcenter im tschechischen Fidschi-Markt. Das Angebot war eher langweilig, viele Verkaufsstelle, alle mit dem gleichen Angebot. Für wenig Geld, nach zäher Verhandlung, kauften wir ein Paar Trainingsschuhe für Berti und eine warme Jacke und ein T-Shirt für Gisela. Vorher hatten wir einen Abstecher nach Zwiesel gemacht, wo es leider nicht viel zu sehen gab. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das Joska-Kristall-Paradies, mehr Glas in allen Farben und jeder Form geht einfach nicht. Kaffee und Kuchen ja, gekauft haben wir aber doch nichts.









Mi 09.09.


Pucky kratzte sich auffallend häufig am rechten Ohr. Es war entzündet und damit ein Besuch beim Tierarzt fällig.

Da es nun aber ein schöner Tag war, gönnten wir uns was.



Do 10.09.


Ein Tip eines Nachbarn auf dem Platz führte zu einem Ausflug zum WaldWipfelWeg. Ein Holzsteg der bis auf die Baumwipfelhöhe anstieg. Sehr interessant.
















Berti wollte Gisela auch noch den Pfahl zeigen, ein Härtlingszug aus Quarz der mehr als 100km durch den Bayerischen Wald verläuft und an vielen Stellen wie eine Mauer aus dem Boden ragt. Leider sind diese Stellen aber durchgehend im Wald gelegen und somit mit dem Rollstuhl nicht erreichbar. Lediglich die darauf errichtete Antoniuskapelle bei Vichtach war zu sehen.



Zum Schluss gingen wir noch in Deggendorf im Restaurant "Zur Knödelwerferin" Essen. Teils richtig lecker, Teils nicht sehr schmackhaft.


Fr 11.09.


Zum Abschluss besuchten wir dann noch Straubing, dem Mittelpunkt der Gäuboden genannten fruchtbaren Ebene rechts der Donau. Hat uns wenig begeistert, da gefällt uns Deggendorf doch viel besser









Aber wenigstens konnten wir uns da auch mal ein Eis gönnen.




Sa 12.09.

Nun hieß es mit dem Abbau zu beginnen, braucht halt seine Zeit und am Sonntag wollten wir recht früh starten.

So 13.09.


Die Rückreise begann dann mit einem kleinen Desaster. Berti hatte den Wohnwagen auf dem Rasen ankuppeln müssen und so rastete die Kupplung wohl nicht richtig ein. Prompt rutschte er dann nach kurzer Strecke herunter, das Verbindungskabel riss ab. Darum war die Rückfahrt ohne funktionierende Blinker etwas anstrengend. Zuletzt zwang uns ein Stau bei Köln noch zu einem Umweg. Also waren wir froh wieder zu Hause zu sein.

Stellten aber fest dass sich auf der Baustelle nicht so viel getan hatte wie erhofft. Das Elend geht weiter.




Zusammenfassung:

Wir fuhren in diesen 21 Tagen 2.283 km und tankten dafür 286 ltr Diesel.

An Ausgaben fielen an:

Tanken 288,92 €, Platzmiete 619,05 € und Ausgaben 593,96 €, also gesamt 1501,93 €.

Es hat sich gelohnt.