So lang davon geträumt, und dieser Traum ist wahr geworden!
Unseren Wohnwagen.





Im Anfang war es der Traum von einem Wohnmobil, mit dem wir die Welt erkunden wollten. Aber ein Besuch bei einem Händer brachte Ernüchterung. Da wäre Gisela wegen der Höhe noch nicht mal ins Führerhaus gekommen. Also blieb nur ein Wohnwagen, um nicht weiter auf Hotels angewiesen zu sein. So war nun die Kreativität von Berti gefragt. Wie sollte sie in den Wohnwagen hinein kommen und wie sollte sie sich darin bewegen können. Platz für den Rollstuhl, soviel war schnell klar, gab es nur in sehr teuren Spezialanfertigungen.

Aber da kam die rettende Idee, es reichte doch auch ein Rollhocker, wenn sie erst mal drin ist, dachte sich Berti. Und so baute er so ein Teil.



Blieb das Problem des Einstiegs, auch da gibt es Lösungen von speziellen Herstellern, die aber exorbitant teuer sind. Berti suchte - und fand im Internet eine bezahlbare Motorradhebebühne. Die dann die Basis für Giselas "Aufzug" war, der bequemerweise mit einem Akkuschrauber angetrieben wird.



Ob das denn auch so klappen würde wie gedacht, war da die Frage. Also wurde mit Brettern in einem Türrahmen ein Testgestell mit den Abmessungen einer Wohnwagentür gebaut. Gisela musste ganz tapfer sein bei dieser wackeligen Angelegenheit, aber es passte. Das Problem war gelöst, nun musste nur noch ein Wohnwagen her.




Also suchten wir nun den Wohnwagen, der nach seinem Grundriss am ehesten Giselas Bedürfnissen entspricht und/oder sich an diese anpassen lässt. Es dauerte, aber wir fanden ihn. Unseren Wilk.




























Am 21. April 2017 holten wir ihn beim Händler in Hessisch-Oldendorf ab.




Hatten aber auch schon Vorher so alles gekauft, was an Ausstattung notwendig erschien.




Nun musste zunächst einmal der Auf- und Abbau des Vorzelt´s probiert werden. Nicht einfach wenn man es noch nie gemacht hat. Es stellte sich dabei heraus dass es sogar ein robustes Wintervorzelt war.




Sofort war klar das diese 1.400kg nicht per Hand bewegt werden konnten. Also noch mal viel Geld ausgeben für einen Mover nebst Batterie.




Ein Fernseher, so stellte sich schnell heraus, ist gar nicht sooo wichtig im Wohnwagen. Aber ein Radio vermissten wir sehr. Dann mal los, kaufen und einbauen.







Aber es ging ja nicht nur um die Technik, zum Wohlfühlen gehört auch ein schönes Ambiente. Kein Problem für Gisela, sie nähte süße Vorhänge. Und Berti bezog die Bettumrandung in frischer Farbe.




Es kam der Sommer und die Hitze. Da musste Kühlung her. Ein Säulenventillator, drehbar aufgehängt, sorgt nun je nach Bedarf in der Sitzecke oder im Schlafbereich für kühle Frische-




Auch eine gescheite Armatur im Bad war fällig.




Die unansehnlichen Polster der Sitzgruppe waren das letzte, was unser Schönheitsempfinden störte.

Gisela nahm sich der schweren Aufgabe an und vollbrachte ein bewundernswertes Werk.




Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.




Wieder Glück hatten wir bei der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz. Unter Dach, auf einem abgeschlossenen Handwerkshof, besser geht´s nicht. Sogar Strom zum Nachladen der Batterie ist vorhanden.




Ein Problem blieb jedoch. Die zu geringe Zuladung. Zugelassen war ein Gesamtgewicht von 1.300kg, was vorne und hinten nicht reichte. Regelmäßig hatten  wir um die 150kg Übergewicht. Damit auf die Reise zu gehen ist schon in Deutschland ein Risiko, im Ausland drohen dann heftige Strafen und die Weiterfahrt wird untersagt.

Deshalb entschlossen wir uns den Wilk auf 1.500kg aufzulasten, ein neues Fahrgestell und eine neue Achse muss dazu verbaut werden. Nicht gerade billig.

Am 09.07.2020 war es dann soweit, beim Servicecenter des Herstellers Al-Ko wurde der Umbau durchgeführt.

Die Sicht von hinten.









Die Sicht von vorne.



Und das Typschild.




Auch einige Verbesserungen wurden vorgenommen.

Ein Rolli für den Toilettentank wurde gebastelt.



Giselas Hebebühne noch einmal überarbeitet.



Der ewig klappernden Heizung diese Unart abgewöhnt-



Und der Ventilator etwas günstiger aufgehängt.